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Die Geschichte des Loev Hotels

Das Loev Hotel Rügen vereint die Historie von zwei Villen aus der Binzer Gründerzeit.

Haus „Vineta“, wurde 1891 als privates Wohnhaus der Familie Stötzer erbaut. Das Vineta war ein typisches Beispiel für die Bauweise in Binz, Ende des 19.Jh.. Man verwendete oft preiswertes Baumaterial, hier unverputztes Ziegelfachwerk. Nur ein Obergeschoss und ein ausgebautes Dachgeschoss unterstützen die Vermutung, dass die finanziellen Mittel des Bauherren begrenzt waren. Aufgewertet wird das Haus durch den Turm.
Im Rügenführer von Grieben wird ab 1892 die „Wein- und Frühstücksstube von Fischer, neben Leue“ erwähnt. Ab 1898 stand im besagten Rügenführer die „Weinhandlung von Fischer, direkt neben Buttermann“. Im Wohnungsverzeichnis Binz von 1902 wurden 14 Zimmer und zwei Küchen annonciert.
Ab 1905 wird Schermann als Besitzer genannt und etwa 1907 die Gaststätten-Konzession erworben.
1909 übernahm Familie Schütt das Haus, die von 1921 bis 1934 zusätzlich Fremdenzimmer vermietete.
Danach übernahm ein Herr Otto Rössing das Hotel.
Seit den 1950er Jahren führte Familie Petau eine private Gastwirtschaft, während in den oberen Etagen Wohnungen eingerichtet wurden.
1971 ging das Haus an die staatliche Handelsorganisation Gaststätten (HOG) über, Restaurant und Wohnungen blieben bestehen.
Nach der Wende erwarb Familie Kurowski 1991 das Haus „Vineta“ und führte das Restaurant weiter. Im Oktober 1993 wurde das Gebäude abgerissen, nach alten Plänen als Hotel mit Restaurant und Ladenpassage im Stil der Bäderarchitektur neu errichtet und am 18. Juni 1994 wiedereröffnet.

Das Nachbarhaus „Zum goldenen Löwen“, wurde im Juli 1890 von Gustav Leue eröffnet mit Restaurant, Weinstube und „… 30 hochelegant eingerichtete Zimmer…“. Das Haus war das erste Hotel in der „Wilhelmstraße“. Die Vorderfront des Fachwerkbaus bestand aus einer Veranda und drei darüber gesetzte Balkone, zwei Türme rahmten diese ein. Man verwendete preiswertes Kiefernholz für die Vorbauten, betrieb dabei einen entsprechenden Aufwand in der Formgestaltung.
1897 verkaufte Leue das Haus an Gottlieb Buttermann, der es dann bis 1945 führte. Die Werbung versprach dem Gast „… bürgerlich elegantes Flair im best-renommiertesten Haus …“. Zu den Gästen im Sommer gehörten vor allem Offiziere und hohe Beamte, die sich regelmäßig bei Kaffeemusik im restaurierten Saal (heute: Brasserie) einfanden.
Nach 1945 war es Flüchtlingsunterkunft und ging 1953 an die staatliche HO über, die Pension und Gaststätte fortführte bis zur Umnutzung in Büros und Personalunterkünfte. Die Discothek und der legendäre Nachtclub „Fass-Bar“ im Kellergeschoß waren sehr beliebt.
Seit 1984 leitete Andreas Wilhelm die Einrichtung samt Bistro und konnte sie 1991 erwerben. 1996 ließ auch er das Gebäude abreißen, im ursprünglichen Bäderstil wiederaufbauen und am 1. Juli 1997 als Hotel „Goldener Löwe“ neu eröffnen.

2001 schlossen sich beide Häuser zur Hotelbetriebsgesellschaft „Loev Hotel Rügen“ zusammen. Der Name Loev wurde aus den beiden Hausnamen zusammengesetzt. So wurde das Loe von Loewe und das v vom Vineta übernommen.

2006 schied Andreas Wilhelm aus der Hotelbetriebsgesellschaft aus. Familie Kurowski führte die Geschäfte seitdem allein und erwarb 2009 den „Goldenen Löwen“. Heute wird das Loev Hotel Rügen vom Ehepaar Heike & Arne Kurowski sowie von Tochter Ina geleitet.

Tipp: Im Monat September, dem „Monat der Bäderarchitektur“ in Binz, öffnet das Hotel immer am letzten Wochenende unter dem Motto „Hereinspaziert
in die Villen“ Tür und Tor.